Kinderrechte
- Bonifatiusschule I

- 6. Juli 2023
- 4 Min. Lesezeit
Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Kinderrechte“ haben sich die Kinder der Klasse 4a eigene Projekte überlegt, um die UN- Kinderrechtskonvention an der Schule und darüber hinaus zu verbreiten:
- ein wöchentlicher Infostand auf dem Schulhof




- eine im Voraus für alle Kinder und Erwachsene angekündigte Aufführung während der großen Pause im Saal



- Infotexte für die Schülerzeitung/ Homepage:
Infos über Kinderrechte 1979 hat das Land Polen den Vereinten Nationen einen Vorschlag für einen Kinderrechtsvertrag gemacht. Das Land Polen überzeugte ab jetzt viele andere Länder von den Kinderrechten. Aber erst 10 Jahre später im Jahr 1989 war der Vertrag mit 54 Artikeln fertig. Die Kinderrechte gelten bis zum 18. Geburtstag für alle Kinder.
Aber nicht jeder der 54 Artikel ist ein Kinderrecht und darum hat man die Kinderrechte zusammengefasst in die 10 wichtigsten Kinderrechte.
Heute haben fast alle Länder die Kinderrechtskonvention unterschrieben.
In Ländern, die die Kinderrechtskonvention noch nicht unterschrieben haben, wie z.B der USA, herrschen oft schlechte Bedingungen für die Kinder. Aber auch in Ländern wo unterschrieben wurde, hält sich nicht jeder an die Kinderrechte. Wir erzählen ihnen nun eine Geschichte über einen Jungen Namens German. Er ist 13 Jahre alt und lebt in Bolivien.
Vor vier Jahren sind wir in unser Dorf
Jan Juan del Carmen gezogen.
Früher lebten wir in einer Hütte auf
einer Zuckerrohrplantage, wo meine
fünf Geschwister und ich auf den
Feldern arbeiten mussten und keine
Freunde zum Spielen hatten.
Selbst meine sechsjährige
Schwester musste mitarbeiten.
Jetzt darf ich morgens in diese
Schule gehen, meine Freunde
treffen und mit ihnen gemeinsam
lesen und schreiben lernen…
...und nachmittags hab ich Zeit, um
im Zuckerrohrfeld zu arbeiten. Von
meinem selbst verdienten Geld kann
ich Schuhe und Hefte kaufen.Ich bin
so glücklich, dass ich jetzt einen
Freund zum Spielen habe.
Hier werden einige Kinderrechte verletzt, zum Beispiel das Recht auf Schutz vor
Ausbeutung, aber auch noch andere Rechte. Von einigen Rechten steht im Text nichts, wie z.B das Recht auf Gesundheit. Auch in Deutschland gibt es Kinder, bei denen nicht alle Rechte eingehalten werden. Ein sehr wichtiges Kinderrecht ist z.B das Recht auf Bildung.
Wir hoffen, dass es euch gefallen hat und ihr viel gelernt habt. Auch ihr könnt Etwas dafür tun, dass die Kinderrechte eingehalten werden.
Die 10 wichtigsten Kinderrechte
Hier erzählen wir kleine ausgedachte Geschichten über die 10 wichtigsten Kinderrechte. ACHTUNG: Das 9. Recht ist von etwas Wirklichem abgewandelt.
1. Recht auf einen Namen
In Äthiopien lebt ein kleines Mädchen. Kurz nachdem es geboren wurde sind ihre Eltern gestorben. Es weiß nicht wie es heißt und wer es ist. Es muss um ihr überleben kämpfen. In Deutschland hat jedes Kind einen Namen und eine Geburtsurkunde. Es wird geschützt und gepflegt. Die Kinder müssen nicht um ihr überleben kämpfen.
2. Recht auf Gesundheit und eine saubere Umwelt
Jolo lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester Milou in Chile. Jolo und Milou sind krank, weil die Umwelt wo sie leben sehr schmutzig ist. Es gibt keinen Arzt und keine ärztliche Hilfe. Jolo läuft mit seiner Familie in die Stadt um einen Arzt zu suchen. Bei uns in Deutschland gibt es Krankenhäuser und Ärzte. Jedes Kind hat das Recht einen Arzt zu haben.
3. Recht auf Bildung
Mina wohnt in Mexiko. Sie muss zuhause helfen und darf nicht in die Schule. Ihre Eltern sagen: „Du bist ein Mädchen, du musst eine gute Hausfrau werden.“ Außerdem haben sie kein Geld um das Schulgeld zu bezahlen. In Deutschland gibt es eine Schulpflicht. Jedes Kind muss zur Schule. In Deutschland ist die Schule kostenlos.
4. Recht auf Spiel und Freizeit
Rika wohnt in Venezuela, einem Land im Norden Südamerikas. Ihre Brüder gehen zur Schule und dürfen nachmittags Fußball spielen. Doch Rika muss arbeiten. Am Liebsten würde sie auch mit ihren Brüdern Fußball spielen. Bei uns gibt es Spiel- und Sportplätze. Die Kinder haben das Recht nach der Schule zu spielen und Spaß zu haben.
5. Recht auf Information und Beteiligung
Die Kinder aus Berlin haben mitbekommen das der Sportplatz abgerissen und dort Parkplätze gebaut werden soll. Sie gehen zum Bürgermeister, doch der meint: „Ich habe das schon vor Wochen beschlossen. Da lässt sich nichts mehr ändern.“ Die Kinder sind sauer. Wo sollen sie in Zukunft spielen und Sport treiben? Kinder haben das Recht mitzubestimmen.
6. Recht auf Schutz vor Gewalt und Privatsphäre
Tom wohnt in Münster. Sein Vater schlägt ihn oft mit dem Gürtel, wenn er nicht hört, etwas Verbotenes macht oder wenn er eine schlechte Note schreibt. Tom´s Mutter lebt in Dresden. Mit ihr kann er nicht sprechen. Kinder haben das Recht, dass sie vor Gewalt geschützt werden.
7. Recht auf Eltern und ein sicheres Zuhause
Nach einem Flugzeugabsturz überlebten nur noch die vier Geschwister Holo, Nivi, Han und Milo. Das Flugzeug war über dem Dschungel von Brasilien abgestürzt. Ihre Eltern waren gestorben. Sie kämpften sich nun alleine durch den Dschungel. Die vier haben nun auch kein anständiges Zuhause mehr. Das wichtigste Kinderrecht Nummer 7 besagt, dass jedes Kind Eltern und ein sicheres Zuhause haben sollen.
8. Recht auf Schutz vor Ausbeutung
German kann nicht in die Schule gehen, weil er seiner Familie auf der Zuckerrohrplantage helfen muss. Selbst seine kleine Schwester muss mithelfen. Damit die Familie überlebt, müssen sie den Zucker verkaufen. Jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor Ausbeutung. Sie dürfen keine anstrengende Arbeit erledigen. (Das bedeutet nicht, dass ihr nicht mehr im Haushalt helfen müsst).
9. Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht
Safa wohnt in Syrien. Dort herrscht seit 2011 Krieg. Sie muss mit ihrer Familie fliehen. Jetzt ist sie in einem Flüchtlingslager in Jordanien, einem Nachbarland von Syrien. Safa hat nun eine Brieffreundin aus Deutschland. Sie heißt Lara und lebt in Berlin. Im Flüchtlingslager lebt und lernt Safa jetzt. Es wird sich um sie gekümmert, so wie es das Kinderrecht besagt.
10. Besondere Rechte bei Behinderungen
Lasse wohnt in München und sitzt im Rollstuhl. Seine Mitschüler fanden das früher seltsam und haben ihn ausgelacht, doch jetzt helfen sie wo sie können. Jeden morgen fährt er im Rollstuhl zur Schule. Kinder mit Behinderungen sollen Hilfe bekommen und nicht ausgelacht werden. So sagt es das 10. wichtigste Kinderrecht.
Das große Interesse der anderen Klassen hat der 4a gezeigt, dass sie einen wichtigen Beitrag für die Bekanntmachung der Kinderrechte geleistet haben.

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